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15/2009
 

Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft.

1. Korinther 1,18

Dieser Ausspruch des Apostels Paulus kommt aus einem tiefen Erleben mit Jesus Christus. Für ihn war das „Wort vom Kreuz“ mehr als nur ein Wort. Es bedeutete das Kernstück und Zentrum seines Glaubens an Gott. Es gab ihm Kraft, Mut, Freude, Durchhaltevermögen und ein neues Lebensziel. Davon musste er reden, um auch anderen Hoffnung und Lebensperspektive zu vermitteln. Um dieses Glaubens willen nahm er Leiden, Verachtung und Verfolgung auf sich.

Das „Wort vom Kreuz“ beinhaltet den großen Rettungsplan Gottes für seine Menschenkinder. Es ist der einzige Weg für eine vom Tod bedrohte Menschheit und eine untergehende Welt.
Die Bibel ist zum Träger dieser Botschaft geworden. Und alle, die an sie glauben, erleben schon hier und heute die Kraft, ihren Alltag zu meistern und die Hoffnung auf eine neue zukünftige Welt festzuhalten.

Leider sind wir Menschen, trotz aller Intelligenz, in unserer eigenen Dummheit gefangen. Wenn wir uns nicht für Jesus Christus und sein Rettungsangebot öffnen, wird das „Wort vom Kreuz“ für uns eine Torheit bleiben, wie Paulus schreibt. Er gehörte zu den Menschen, die in besonderer Weise durch den Heiligen Geist beeinflusst waren, Gedanken des Glaubens niederzuschreiben.
In seinem Brief an die Römer finden wir im Bezug auf den Glauben an den Schöpfergott ähnliche Gedanken wie in unserem heutigen Text: „Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden.“ (Rom 1,22) Es gibt immer wieder Menschen, die sich nicht auf Gottes Wort einlassen wollen. Sie glauben, intelligent genug zu sein, um den vermeintlichen „Unsinn“ des Evangeliums bewerten zu können. Sie wenden sich menschlichen Ideologien und Zukunftsträumen zu und meinen, für die Zukunft der Menschheit letztendlich die bessere Lösung zu besitzen.

Doch nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift ist Christus auch der Schöpfer dieser Welt (Kol 1,15-17), und er hat mit seiner Menschwerdung und seinem Opfertod am Kreuz das einzig Mögliche eingesetzt, um seinen gefallenen Menschenkindern Vergebung und ein Leben in seiner neuen Welt zu schenken. Wer das „Wort vom Kreuz“ im Glauben annimmt, hat eine ewige Zukunft vor sich.
Marli Weigt

© Advent-Verlag Lüneburg


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