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7/2009
 

Aber der Gerechte hält fest an seinem Weg, und wer reine Hände hat, nimmt an Stärke zu.

Hiob 17,9

Sehr oft wird das menschliche Leben mit einem Lauf oder einem Weg verglichen. Jeder hat seinen Lebenslauf und muss seinen Weg gehen. Ob er einen geraden oder krummen Weg wählt, liegt in seiner Entscheidung. Da Irren menschlich ist, wird es nicht ausbleiben dass auch Umwege gegangen werden. Vor dem Irrweg, der in die Verlorenheit führt, möchte uns Jesus bewahren. Damm sagte er in der Bergpredigt: „Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und ebenso der Weg dorthin! Viele Menschen gehen ihn. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dorthin ist schmal. Deshalb finden ihn nur wenige." (Mt 7,13.14)

Wer sich für die Nachfolge Jesu entschieden hat, der hat sich für den schmalen Weg und das ewige Leben entschieden. Die Bibel berichtet, das Gott Abraham auserkoren hatte, „dass er seinen Kindern befehle und seinem Hause nach ihm, dass sie des Herrn Wege halten und tun, was recht und gut ist ..." (1 Mo 18,19)
Unser Andachtstext stellt fest und fordert zugleich auf, dass der Gerechte - der Gläubige - an seinem eingeschlagenen Weg festhält. Das ist nicht selbstverständlich. Wir finden in der Bibel Berichte und haben es im Gemeindeleben erfahren, dass Nachfolger Jesu aus den verschiedensten Gründen den schmalen Weg verlassen haben. Paulus musste leider auch von seinem Mitarbeiter Demas berichten: „... er hat mich im Stich gelassen und ist nach Thessalonich gereist, weil ihm die Dinge dieser Welt wichtiger waren." (2 Tim 4,10 Hfa) Andere haben aus Verärgerung an Gemeindequerelen und Enttäuschung über Gemeindeglieder am Weg des Herrn nicht festgehalten. Dagegen hat Hiob, der viel Leid und schwere Schicksalsschläge erfahren hat, dem „leidigen" Tröster Elifas geantwortet: „Der Gerechte hält fest an seinem Weg und wer reine Hände hat, nimmt an Stärke zu."

In einer Filmszene vor fahrzehnten gab es im Treppenhaus eines Hochhauses folgenden Ausspruch einen alten Mannes zu seiner jungen Nachbarin, die dabei war, sich aus dem Fenster zu stürzen und noch am Fensterkreuz festhielt: „Loslassen geschieht schnell und ist leicht, aber das Kreuz festzuhalten, darauf kommt es an!"
Haben wir schon einmal mit dem Gedanken gespielt, loszulassen? Satan möchte uns immer wieder dazu verleiten, den Weg des Herrn zu verlassen, aber lesus bietet uns viele Hilfen an, dass wir an ihm festhalten und ihn, egal, was geschieht, nicht loslassen.

Hermann Beier


8/2009 | 6/2009