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3/2009
 

Gott hat uns alles geschenkt, was wir brauchen, um zu leben, wie es ihm gefällt. Denn wir haben ihn kennen gelernt; er hat uns in seiner Macht und Herrlichkeit zu einem neuen Leben berufen.
2. Petrus 1,3

(Hoffnung für alle)

In ihrem Buch Die Schildkröte hat Geburtstag berichtet Elizabeth Shaw, welche Geschenke sich die Tiere ausgedacht haben, um einer Schildkröte eine Freude zu bereiten. Der Elefant bringt einen Eimer voll Wasser, der Pelikan einen Fisch, der Löwe ein großes Stück Fleisch usw. Die Schildkröte freut sich über die Aufmerksamkeiten und bedankt sich höflich. Allerdings ist sie etwas traurig, denn kein Tier hat ein Geschenk gebracht, das sie wirklich gebrauchen kann.

Als es dunkel wird, hört sie ein Rascheln und Stöhnen. Durch das Gras bewegt sich eine große runde Kugel. Eine Maus müht sich ab, diese zu schieben. Endlich ist sie damit angekommen. Es ist ein Salatkopf. Mit Appetit verzehrt ihn die Schildkröte. Sie freut sich, endlich doch noch ein Geschenk erhalten zu haben, das sie wirklich gebrauchen kann.

Ich weiß natürlich nicht, welche Bedürfnisse du an diesem Tag hast. Es gibt ja so vieles, was wir uns wünschen oder was das Leben angenehmer macht. Doch manches von alledem erweist sich später als überflüssig.

Im heutigen Bibeltext spricht Petrus von einem Angebot. Durch seinen Sohn Jesus Christus schenkt Gott uns alles, was zu einem sinnvollen und erfüllten Leben nötig ist. Wir erleben es, indem wir die „kostbaren und größten Verheißungen" (2. Ptr 1,4a EB) in Anspruch nehmen. Einige davon wollen wir uns bewusst machen.

Jesus verheißt uns seine Gegenwart und Hilfe. Ist es nicht tröstlich zu wissen, dass er bei uns ist, selbst wenn wir ihn nicht sehen können? Durch ihn sind wir Kinder Gottes geworden und können zuversichtlich durch diesen Tag gehen. Selbst wenn wir in Schuld geraten oder versagen, vergibt er uns. Er schenkt uns auch die Kraft, es beim nächsten Mal besser zu machen. Wir wissen vor allem, dass unser Leben nicht mit dem Tod endet, selbst wenn wir heute sterben müssten. Bei Jesu Wiederkunft werden wir auferstehen. Eine herrliche Zukunft erwartet uns dann.
Alle diese Zusagen sollen uns Mut machen, heute bewusst auch unseren Nächsten wahrzunehmen.
Dann gelingt es uns viel besser, seine Bedürfnisse zu erkennen und ihm zu helfen. Jesus schenke uns dazu offene Augen und die Weisheit, das Richtige zu tun.
Günter Schlicke


4/2009 | 21/2008