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52/2008
 



Marta spricht zu ihm [Jesus]: „Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird - bei der Auferstehung am Jüngsten Tage."

Johannes 11,24

Da ist nicht die Rede von unsterblicher Seele, die entweder in den Himmel oder in die Hölle kommt. Marta wusste, dass ihr verstorbener Bruder Lazarus am Jüngsten Tage leiblich auferstehen würde. Dann durfte sie die Auferweckung ihres Bruders, der schon vier Tage im Grabe lag, durch Jesus erleben. Lazarus war nicht inzwischen in den Himmel gekommen, in die Hölle ganz und gar nicht. Jesus rief ihn weder herauf noch herunter, sondern rief in die offene Grabhöhle hinein: „Lazarus, komm heraus!" (Joh 11,43b) Hätte ihn Jesus aus dem Himmel gerufen, wäre Lazarus davon gewiss nicht begeistert gewesen.

Unsere Verstorbenen ruhen bis zu Jesu Wiederkunft im Grabe. Wenn Jesus wiederkommt, wird er sich mit gewaltiger Stimme vernehmen lassen und die im Glauben Verstorbenen zum ewigen Leben auferwecken.

Einer, der Gott besonders nahegestanden hat, ist der Prophet Daniel. Am Ende seines Lebens wurde ihm gesagt: „Geh hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du auferstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage!" (Dan 12,12)

Die bei der Wiederkunft Jesu noch lebenden Gläubigen werden verwandelt und zugleich mit den Auferstandenen entrückt auf den Wolken in die Luft dem Herrn entgegen; und werden bei dem Herrn sein allezeit (1 Ths 4,17). Keiner wird dem anderen zuvorkommen. Von den verstorbenen Glaubenszeugen und Märtyrern wird gesagt: „Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und doch nicht erlangt, was verheißen war, weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden." (Hbr 11,39.40) Dann wird auch Lazarus, den Jesus schon einmal ins irdische Leben zurückrief, endgültig zum ewigen Leben erweckt werden.

Mögen wir so überzeugt wie Marta am Grabe unserer im festen Glauben entschlafenen Lieben bekunden können: „Ich weiß wohl, dass er oder sie auferstehen wird — bei der Auferstehung am Jüngsten Tage."

Siegfried Wixwat






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