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49/2008
 

Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

Kolosser 3,2

Ein Handy kann ganz schön nervtötend sein. Es klingelt immer dann, wenn der Anruf absolut unpassend kommt: im Auto, während eines Gesprächs mit dem Ehepartner, den Kindern, dem Chef ... Ein Handy macht uns unabhängig, aber auch ständig verfügbar. Wir sind überall und immer erreichbar. „Du kannst mich Tag und Nacht anrufen, ich habe mein Handy immer dabei und angeschaltet."

Doch was hat nun meine Beziehung zu Gott mit einem Handy zu tun? Zuerst einmal einige Gemeinsamkeiten: In beiden Bereichen geht es in erster Linie um die Kommunikation. In vielen Bereichen des Berufs- und Privatlebens schafft ein Handy Flexibilität und Mobilität. Man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit und von fast jedem Ort der Welt mit jemandem sprechen. Gott ist ebenfalls allerorts und zu jeder Zeit für uns zu sprechen. Beide „Verbindungen" können wir an- und abschalten. Der Akku des Handys muss regelmäßig aufgeladen werden, damit wir problemlos telefonieren können. Unser „Glaubensakku" muss eben falls regelmäßig durch den Kontakt zu Gott gefüllt werden. Ist es leer, funktionieren wir auch irgendwann nicht mehr.

Nun zu den Unterschieden: Befinden wir uns mit dem Handy in einem sogenannten Funkloch, bricht die Verbindung meist abrupt ab und im besten Fall springt der Anrufbeantworter an. Bei Gott gibt es keine Funklöcher, seine Leitung zu uns steht sicher. Je mehr Gespräche wir mit dem Handy führen, desto höher sind am Ende die Kosten. Je mehr Gespräche wir mit Gott führen, desto größer ist unser Gewinn in jedem Lebensbereich.

Wir sollten uns deshalb gut überlegen, welches Kommunikationsmittel wir mehr nutzen: das Handy oder die Verbindung mit Gott. Am Morgen zuerst mit Gott sprechen, anstatt nachzuschauen, wer uns eine SMS geschickt oder auf die Mailbox gesprochen hat, wird unser Leben bereichern und uns Kraft und Mut für den Tag geben. Am Abend das Handy auch mal ausschalten und wieder die Bibel zur Hand nehmen, wird unseren Tag in Ruhe und in der Nähe Gottes ausklingen lassen.
Für den heutigen Tag wünsche ich allen viele gute Gespräche, eine störungsfreie „Standleitung" zu Gott und ein gesundes Empfinden für die wirklich wichtigen und notwendigen Dinge.

Gerald Rimarzik


Andachten 2009 | 42/2015