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48/2008
 

Passt euch nicht dieser Welt an, sondern ändert euch, indem ihr euch von Gott völlig neu ausrichten lasst. Nur. dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt.

Römer 12,2 (Hoffnung für alle)

Am 19. November 1978, heute vor genau 30 Jahren, nahmen sich im Dschungel von Guyana 900 Mitglieder der Sekte „Tempel des Volkes" das Leben. Dieser Massenselbstmord war seit Monaten vorbereitet und wurde von Sektenführer Jim Jones über Lautsprecher befohlen. Die meisten Opfer schluckten freiwillig Giftkapseln. Wer sich dem Befehl widersetzte, wurde erschossen. - Ein erschreckendes Beispiel dafür, wohin es auch in religiösen Kreisen führen kann, den Leitern blind zu vertrauen!

Ob durch die Medien, die Mode oder die Menschen, mit denen wir lernen oder arbeiten: Wir werden täglich beeinflusst. Daher der Aufruf des Paulus: Passt euch dieser Welt und ihren Maßstäben nicht an! Bleibt wachsam! Studiert Gottes Wort und hinterfragt dann alles, was euch als verbindlich, unentbehrlich oder richtungweisend angepriesen wird! Lasst euch nicht von den Ideen anstecken, die Menschen entwickeln, für die dieses Leben hier alles ist, was sie haben und wofür sie leben.

Nun scheinen manche der Meinung zu sein, dieses Prüfen und Hinterfragen könne man sich abgewöhnen, sobald man heilige Räume betritt. Wieso? Ist da schon Gottes neue, sündlose, vollkommene Welt? Sind die Menschen, die hier lehren und führen, fehlerfrei und unfehlbar? Auch hier gilt: Gebt nicht den Verstand an der Garderobe ab! Der Maßstab bleibt Gottes Wort und nicht menschliche Auslegungen davon. Damm: Vertraut nicht blind — weder dem Kirchenoberhaupt, noch dem erfahrenen Ältesten, auch nicht dem redebegabten Pastor auf der Kanzel, dem bestsellerverdächtigen Theologen ... oder den Schreibern dieser Andachten.

„Lasst euch von Gott völlig neu ausrichten", und das immer wieder, jeden Tag. Nur dadurch, dass wir im Gebet und durch Bibelstudium unsere „Antenne" bewusst auf den einzig Unfehlbaren ausrichten, werden wir „sensibilisiert", seinen Willen besser zu erkennen, Gutgemeintes von Gottgewolltem und fromme Empfehlungen von unumstößlichen Prinzipien zu unterscheiden.

Was Gott gefällt, dient immer der Entfaltung des Lebens — eines Lebens in Harmonie mit seinem Wort und im Dienst für die Welt.

Eli Diez-Prida


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