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33/2008
 

Aus Wer Jesus hat, hat das Leben von Winrich Scheffbuch

Der Hauptmann sprach zu Jesus: „Sprich nur ein Wort, so wird mein Diener gesund. Denn auch ich bin ein Mensch, der einer Macht untersteht, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: ,Geh hin!’ so geht er; und zu einem andern: ,Komm her!’ so kommt er.“

Matthäus 8, 5-13






Neben dem Hauptmann von Kapernaum erlangte noch ein anderer Berühmtheit: der Hauptmann von Köpenick. Er lebte am Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin. Lange Jahre verbrachte er im Gefängnis. Von Beruf war er Schuster. Endlich in Freiheit, kaufte er sich in einem Gebrauchtwarenladen eine Hauptmannsuniform. Mit der zog er zum Rathaus des Berliner Stadtteils Köpenick. Alles stand stramm. Er hatte herausbekommen, wie man in einer autoritätsgläubigen Zeit zum Ziel kommt.

Nun fand aber der Hauptmann von Kapernaum heraus, wie man noch weiter kommt, nämlich durch Glauben.

Er hatte Spaß an seiner Offizierslaufbahn. Marschierende Kolonnen ließen sein Herz höher schlagen. Blitzende Feldzeichen, Fahnen, das ganze Gepränge der römischen Armee waren seine Welt.

Auch wenn die jüdischen Bürger ehrerbietig zur Seite wichen, wenn er stolz die Straße dahin schritt, so ließ er sich doch nicht durch den äußeren Glanz blenden.
In Wirklichkeit war er machtlos. Zu Hause lag sein Diener krank. Die besten Spezialisten, die er an sein Krankenbett geholt hatte, konnten ihn nicht gesund machen. Wie ohnmächtig ist der stärkste Mensch!

Nur von Jesus hat er eine ganz große Meinung. Er vertraut Jesus als dem Herrn. Ihm ist es ganz klar. Wie er über eine Kompanie Soldaten befehlen kann: „rechts um!“ und alles folgt seinem Kommando, so kann Jesus über alle Gewalten dieser Welt befehlen. „Sprich nur ein Wort“, bittet der Hauptmann, „so wird mein Diener gesund!“

Ob Jesus solch einen Glauben bei uns findet, der ihn, den Herrn, anbetet? Wer Jesu Wort kennt und seinen Plänen gehorcht, der kann allen Mächten trotzen. Was der Herr spricht, das geschieht!


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