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22/2008
 

Jesus sprach: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“

Matthäus 11, 25-30

In einer belebten Großstadt hat sich ein Ortsfremder mit seinem Auto verfahren. Er findet sich nicht mehr zurecht. Er kurbelt das Fenster herunter und fragt Passanten nach dem Weg. „Es ist ganz einfach“, sagt der freundliche Helfer, „rechts ab, dann links, nicht gleich, etwas später wieder rechts, dann scharf rechts!“

Es ist wirklich gut gemeint und doch nur verwirrend. Warum gibt der gute Mann keinen Orientierungspunkt an? Wo muss man rechts ab? An der Ampel oder am Hochhaus?
Weil der Orientierungspunkt fehlt, gibt es auch in viel wichtigeren Dingen Verwirrung. Viele sind unsicher, welchen Kurs sie ansteuern sollen. Was ist wahr? Was ist gut? Kein Wunder, dass viele mit guten Absichten begonnene Reformen in der Sackgasse enden.Jesus nennt den Punkt, um den sich alles dreht. Er gibt eine genaue Markierung. „Kommt her zu mir!“ ruft er. Ihn muss man haben.

Wer lange genug in der verkehrten Richtung herumgekurvt ist, achtet genau auf die klare Wegangabe. Jesus nennt solche Leute „mühselig und beladen“. Sie haben unter Aufbietung aller Energie versucht, ihrem Leben einen Sinn abzugewinnen. Doch erst bei Jesus fanden sie Ruhe und Frieden.

Die entscheidende Kurve, die in das neue Leben einmündet, zeigt hier Jesus. Müde Menschen entdecken sein Erbarmen. Es erquickt sie, wie er sich zu ihnen herunterbeugt und sie aufrichtet.

Aber auch der weitere Weg wird hier unmissverständlich gewiesen. Wie zwei Zugochsen unter einem Joch die schwere Last gemeinsam ziehen, so bindet sich der Herr mit uns Schwachen zusammen. Seine Kraft ist unbegrenzt. Mit einer unvergleichlichen Demut stellt sich der hohe und erhabene Herr unter unsere Schuldenlast und trägt sie weg. Wie erquickt das, wenn alles vergeben ist!

Andacht aus Hänssler Verlag



Kehre wieder, endlich kehre
in der Liebe Heimat ein,
in die Fülle aus der Leere,
in das Wesen aus dem Schein,
aus der Lüge in die Wahrheit,
aus dem Dunkel in die Klarheit,
aus dem Tode in das Leben,
aus der Welt ins Himmelreich!
Doch was Gott dir heut will geben,
nimm auch heute - kehre gleich!


42/2007 | 51+52/2007