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14+15 2008
 

Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen Tag, der ihm gehört, denn an diesem Tag ruhte Gott, nachdem er sein Schöpfungswerk vollbracht hatte.

1. Mose 2,3 (Gute Nachricht Bibel)

Am Samstag ist wieder der Sabbat, der „Tag des Herrn" (Jes 58,13), den der Sohn Gottes selbst bei der Schöpfung zu einem bestimmten Zweck eingesetzt hat. Daher weiß er auch am besten, wie wir den Tag so gestalten können, dass wir den Segen empfangen, den er uns am Sabbat vermitteln will.

Schon bei der Einsetzung des Sabbats im Paradies werden wichtige Prinzipien deutlich, wie wir diesen Tag ansehen und gestalten sollen. Wir können sie aus dem Ausgangstext ableiten: Die Sabbatzeit ist eine gesegnete und heilige Zeit und eine Ruhezeit.

Worin bestand der Segen des Sabbats für Adam und Eva? Einen Tag zum Ausruhen und Erholen von der Arbeit brauchten sie noch nicht wie wir heute, denn im Paradies war Arbeit kein Stress. Und an ihrem ersten Sabbat hatten sie noch gar keine Arbeitswoche hinter sich.

Der Schlüssel zur Antwort liegt darin, wie der Schöpfer, der Sohn Gottes, am Sabbat ruhte. Hat er eine himmlische Hängematte zwischen zwei Fixsternen aufgespannt, sich hineingelegt und die Erde betrachtet? Wohl kaum.

Das Wort ruhen bedeutet in erster Linie aufhören mit einer Arbeit. Der Sohn Gottes hörte auf zu schaffen und pflegte mit Adam und Eva im Paradies besondere Gemeinschaft. So empfingen sie seinen Segen.

In Johannes 5,17 erklärte Jesus an einem Sabbat nach einem Heilungswunder: „Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch." Der Vater und der Sohn sind also am Sabbat am Wirken. Auch heute wollen sie uns am Sabbat besonders nahekommen und uns reich beschenken - mit Liebe, Barmherzigkeit, Frieden, Geborgenheit, Freude, Erkenntnis, Kraft, dem Heiligen Geist und anderem mehr.

Hieraus ergibt sich die grundlegende Richtlinie für eine gesegnete Sabbatheiligung: Alles, was mich in Gemeinschaft mit Gott bringt, ist wahre Sabbatheiligung. Alles, was es Christus, meinem Herrn, ermöglicht, mir nahe zu kommen, an mir zu wirken, mich zu beschenken und zu verändern, ist am Sabbat angebracht zu tun. Das kann auf vielerlei Weise geschehen, nicht nur durch das Lesen, Hören, Reden oder Singen über Gott und Christus und ihr Wirken in der Natur, der Geschichte, der Erlösung und in unserem eigenen Leben. Unsere Kreativität ist gefragt!

Werner E. Lange


04/2008 | 39/2007