You are here: Andacht der Woche  

04/2008
 

Seht doch, wie sehr uns der Vater geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder! Deshalb kennt uns die Welt nicht; sie hat ja auch ihn nicht erkannt. 1. Johannes 3,1
(Gute Nachricht Bibel)

Abenddämmerung. Menschen wollen mit einem Dampfer in ihre Heimat zurückfahren. Unter ihnen ein Junge. Sie haben sich verspätet. Es wird dunkler und kälter. Endlich sind sie am Mississippi angekommen. Als sie ein lautes Tuten hören, schreien alle entsetzt auf. Sie wissen: Jetzt hat das Schiff am Pier in der Stadt abgelegt. Voller Angst überlegen sie: Wie sollen wir nun weiterkommen? Wir können doch nicht in diesem sumpfigen Gelände unter wilden Tieren und räuberischen Horden die Nacht verbringen. Da sehen sie den Dampfer. Der Junge schreit und schreit und winkt mit den Armen. „Hör doch auf!", sagen die anderen, „keiner auf dem Dampfer kann uns hören." Aber der Junge winkt und ruft weiter. Da dreht das Schiff bei, setzt ein Boot aus und nimmt die verängstigten Menschen auf. Alle fragen den Jungen: „Wie war das möglich?" Er sagte: „Der Kapitän ist mein Vater."

Viele sind davon überzeugt, dass ein höheres Wesen existiert, das aber nicht in Beziehung zu uns Menschen steht. Doch Jesus brachte uns die gute Nachricht: Es gibt einen Vater im Himmel, der sich um uns Menschen kümmert, und wir dürfen seine Kinder sein!

Wie wird man ein Kind Gottes? Das Entscheidende hat Gott getan, indem er in seiner großen Liebe zu uns Jesus auf diese Erde sandte und für uns sterben ließ (Joh 3,16), um unsere Schuld zu sühnen. Nun kommt es auf uns an, ob wir Jesus in unser Leben aufnehmen (Joh 1,12). Oder - in einem anderen Bild gesprochen -, ob wir durch Gottes Wort und den Heiligen Geist neu geboren werden (1 Ptr 1,23-25; Joh 3,3-8).

Wir haben hier in dieser finsteren und kalten Welt der Gottesfeme kein Zuhause, sondern wir sind auf dem Weg zur ewigen Heimat. Von Jesus wissen wir, dass uns der Vater im Himmel persönlich erwartet. Erzählen wir anderen von unserem guten Vater. Sie wissen nichts von seiner unendlichen Liebe, mit der auch sie geliebt werden. Nehmen wir sie mit auf die Reise in die Ewigkeit!

Kurt Selchow


17/2008 | 14+15 2008