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25/2007
 

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot essen wird, der wird in Ewigkeit leben.
Johannes 6, 41-51

In der Bäckerei werden verschiedene Brotsorten angeboten: Roggenbrot, Pumpernickel, Landbrot, Weißbrot, Knäckebrot, Steinmetzbrot, Grahambrot, Vollkornbrot, Weizenmischbrot, Simonsbrot, Schlüterbrot. Was soll man wählen?

Das Angebot der verschiedensten christlichen Kirchen ist noch reichhaltiger. Das mag anregend sein, über die verschiedenen Geschmacksrichtungen sich zu unterhalten. Aber noch wichtiger ist, dass man Brot isst. Sonst wird man schwach und krank. Es geht tatsächlich nur um ein Brot, das wir brauchen, um Jesus, den Herrn.

„Müht euch um Speise, die nicht vergeht, sondern die ewig bleibt“, empfahl Jesus (Johannes 6, 27). Nun müssen wir uns alle in unserem Beruf sehr anstrengen, um das, was wir zum täglichen Leben brauchen, zu erarbeiten. Doch damit allein werden wir nicht erfülltes Leben finden. Jeder Mensch sucht mehr, tiefere Befriedigung.

Aber die hat Jesus hier versprochen: „Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten!“ (Johannes 6, 35). Einem Hungrigen hilft es wenig, vor dem gedeckten Tisch zu sitzen und das Essen zu bewundern. Es macht nicht satt. Viele bewunderten Jesus, weil er so viel Gutes tat. Aber ihnen selbst konnte er nichts geben. Und so blieben sie letztlich enttäuscht und hungrig.

Muss man das Essen erst lernen? Nein, essen kann jeder. Schon das kleinste Kind schiebt sich strahlend die Bissen in den Mund. Dazu will uns Jesus mit diesem Bild ermutigen. Es ist zu wenig, ihn als Herrn der Welt anzubeten. Er will das Durcheinander meines Lebens ordnen. Es ist zu wenig, seine Vollkommenheit zu preisen. Er will uns gerecht machen und das ganze Leben durch seine Vergebung heiligen. Es ist zu wenig, über seinen Ostersieg sich zu freuen. Seine Kraft soll in unserer Schwachheit siegen.


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