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25/2007
 

Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit, keine Klage und keine Quälerei mehr. Was einmal war, ist für immer vorbei.

Offenbarung 21,4

Ein brasilianischer Bürgermeister hat in seiner Stadt per Dekret das Sterben verboten. Grund dieser ungewöhnlichen Maßnahme: Auf dem einzigen Friedhof von Arraial do Cabo im Bundesland Rio de Janeiro ist kein Platz mehr für weitere Grabstätten. Immer mehr Gemeinden in dem größten Land Lateinamerikas beklagen, dass ihre Friedhöfe überfüllt sind. Deshalb versuchen sie, mit verzweifelten Aktionen auf diesen Notstand aufmerksam zu machen. Das in Arraial do Cabo erlassene „Sterbeverbot" ist allerdings bisher einmalig. „Die Lage ist wirklich katastrophal", klagte der Totengräber der Stadt.
Kein Tod mehr - das wäre doch eine Lösung! Aber könnte ein „Sterbeverbot", selbst wenn es funktionierte, das Probleme wirklich aus der Welt schaffen? Man müsste sich dann zwar keine Gedanken mehr über die Größe von Friedhöfen machen, würde aber mit ganz anderen Schwierigkeiten konfrontiert. Seit fahren findet bei uns ein Fünfzigjähriger kaum noch eine Arbeitsstelle.

Außerdem würde unser Sozialsystem zusammenbrechen, denn ein „Sterbeverbot" sichert ja noch nicht ewige Gesundheit und Arbeitsfähigkeit. Welche Gesellschaft könnte dann noch für die ständig wachsende Zahl von Arbeitslosen, Kranken, Pflegefällen und Rentnern aufkommen? Ohne Tod würden die Plätze in Gefängnissen und psychiatrischen Kliniken knapp. Umweltzerstörung und Kriege würden die Welt in ein Chaos stürzen, selbst wenn dabei niemand mehr zu Tode käme.

Auch die Bibel spricht davon, dass es eines Tages keinen Tod mehr geben wird. Doch die Gegebenheiten sind dann völlig anders. In die neue Welt, die Gott schaffen wird und in der das Leben ewig ist, wird nicht jeder hineinkommen: „Doch wer Böses tut und die Sünde liebt, wer lügt und betrügt, der darf diese Stadt niemals betreten. Nur wer im Lebensbuch des Lam-'mes steht, wird eingelassen." (Offb 21,27 Hfa)

Da Gott eine Welt ohne „Leid, Angst und Schmerzen" (Offb 21,4 Hfa) versprochen hat, kann er auch nur denen ewiges Leben schenken, die so etwas nicht verursachen. Im Lebensbuch Jesu stehen deshalb nur die Namen derer, die durch Christus zu neuen Menschen geworden sind: „Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas Neues hat begonnen." (2 Kor 5,17 Hfa) Dieser Neubeginn ist für jeden möglich!

Holger Teubert


25/2007 | 32/2007