You are here: Andacht der Woche  

45/2005
 

Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung für unsere Sünden.

1.Johannes 4,10

Der Vater eines vierjährigen Mädchens war geschäftlich für zwei Wochen ins Ausland verreist. Am ersten Abend, als die Kleine zu Bett gehen musste und der Vater nicht da war, fand sie ein Brief ein auf ihrem Kissen. Die Mutter las es ihr vor: «Mein kleiner Schatz, ich liebe dich ganz fest. Mit einem herzlichen Kuss von Papa.» – «Ist das alles?» fragte das Mädchen. «Liegt kein Spielzeug dabei?» Enttäuscht zerknüllte sie das Brief ein und warf es weg. Die Mutter des Kindes war etwas traurig darüber. Doch dann musste sie auf einmal denken: Machen es die Menschen nicht genau gleich, wenn sie die Botschaft des Evangeliums hören? Sie sagen: «Ist das alles? Christus, der für Menschen gestorben ist? Die Bibel, eine göttliche Mitteilung der Liebe? Was habe ich davon?» Am nächsten Abend, als die Kleine von ihrer Mama zu Bett gebracht wurde, vermisste sie ihren Papa doch sehr. Die Mutter zeigte ihr das zerknüllte Brief ein, das sie wieder glatt gestrichen hatte. Nun begannen die Augen des Kindes zu leuchten, als die Mutter erklärte: «Siehst du, wie sehr Papa dich liebt?» Es legte das Brief ein auf sein Kissen und fi el in einen ruhigen Schlaf.
Den Menschen geht es oft ähnlich. Aus irgendeinem Grund fangen sie doch an, nach Gott zu fragen. Deshalb wollen wir auch heute an die Liebe Gottes erinnern, die den sündigen Menschen retten möchte. Ein Herz, das gestern abweisend und selbstsüchtig war, hungert vielleicht heute nach der Botschaft des Evangeliums.

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