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42/2005
 

Einst waren auch wir unverständig, ungehorsam, irregehend, dienten mancherlei Begierden und Vergnügungen, führten unser Leben in Bosheit und Neid, verhasst und einander hassend. Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Heiland Gottes erschien, errettete er uns.

Titus 3,3.4

Robert hatte eine schlimme Jugend hinter sich. Aber nachdem er sich zu Jesus Christus bekehrt hatte, wurde er ein treuer Verkündiger des Evangeliums. An einem Abend, als er den Saal betrat, wo er sprechen sollte, drückte ihm ein Unbekannter einen Zettel in die Hand, worauf zu lesen war: «Sie sind ein Heuchler! Sie sollten wieder einmal Ihr Gedächtnis auffrischen. Erinnern Sie sich nicht mehr an dieses ... und jenes ...? Haben Sie den Mut, heute Abend aufzustehen und in diesem Saal die gute Botschaft zu predigen?» Der Schlag war hart. Robert stieg aufs Podium, öffnete seine Bibel und las: «Christus Jesus ist in die Welt gekommen, um Sünder zu erretten, von denen ich der erste bin.» Er machte eine Pause. Dann begann er: «Meine Freunde, als ich vorhin den Saal betrat, wurde mir eine Mitteilung zugesteckt. Der Schreiber dieser Zeilen, der mich kennt, klagt mich an, ich hätte früher ein skandalöses Leben geführt. Dazu habe ich drei Bemerkungen zu machen. 1)Der Betreffende hat absolut Recht. Die Vergangenheit kann nicht ausgelöscht werden, und ich bekenne mit Schande und Betrübnis die Verfehlungen meiner Jugend. 2)Alles ist mir vergeben worden, denn wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Gott treu und gerecht, dass Er uns vergibt, und dies auf Grund des am Kreuz vollbrachten Erlösungswerks von Jesus Christus. 3)Wenn Gott einem, der eine so große Schuld hatte wie ich, vergeben kann, ja, wenn Er dem Ersten der Sünder, wie sich der Apostel Paulus bezeichnete, vergeben hat, dann gibt es niemand, der die göttliche Vergebung nicht empfangen könnte.»

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