Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen, und ich gehe jetzt hin, um dort einen Platz für euch bereitzumachen. Und wenn ich gegangen bin und euch den Platz bereitet habe, dann werde ich zurückkommen und euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.
Johannes 14,2.3 (Gute Nachricht Bibel)
In jeder Zivilisation hat sich die Sehnsucht lebendig gehalten, irgendwo für immer leben zu können. Australische Ureinwohner stellten sich den Himmel als eine ferne Insel jenseits des Horizonts im Westen vor.
Südamerikanische Völker glaubten, dass sie nach ihrem Tod zur Sonne oder zum Mond gehen würden.
In den ägyptischen Pyramiden fand man neben den einbalsamierten Leichen Landkarten als Führer in der zukünftigen Welt. Die Römer glaubten, dass die Gerechten in den Gefilden der Seligen picknicken werden, während ihre Pferde in der Nähe grasen.
Wir können davon ausgehen, dass sich jeder Mensch wünscht, dass es nach dem Tod nicht aus und vorbei ist, sondern dass noch etwas kommt.
Uns Christen vermittelt die Bibel an zahlreichen Stellen, dass das Eigentliche, das Beste noch kommt und dass Jesus für uns einen Platz auf einer neu geschaffenen Erde vorbereitet hat. Leben wir mit dieser Gewissheit freudig jeden Tag oder sind wir so in unserem Alltagstrott gefangen, dass die neue Erde häufig von unseren „Radarschirmen" verschwindet?
Wir sollten unseren Verstand und unsere Sinne wieder viel mehr auf die neue Erde ausrichten: „...dann richtet euer ganzes Leben nach ihm aus. Seht dahin, wo Christus ist, auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite." (Kol 3,1.2 Hfa)
Das ist für mich eine eindeutige Aufforderung, unser Leben nicht nur nach der Gegenwart auszurichten, sondern sich auch auf das, was danach kommt, zu freuen und innerlich einzustimmen.
Immer dann, wenn schwierige Tage vor oder hinter uns liegen, sollten wir uns an die Worte Jesu erinnern: „... In der Welt wird man euch hart zusetzen, aber verliert nicht den Mut: Ich habe die Welt besiegt!" (Jo 16,33 GNB)
Jesus erwartet uns in unserem neuen Zuhause. Er hat alles dafür getan, dass wir eines Tages dort mit ihm für immer zusammen sein können. Wenn das kein Grund zur Freude ist!
(Gabriele Baur)
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